St. Nikolaus

Die wahre Geschichte des Nikolaus beginnt mit seiner Geburt im 3. Jahrhundert im Dorf Patara, in der heutigen Türkei. Seine reichen Eltern erzogen ihn zu einem frommen Christen, sie starben an einer Epidemie, als Nikolaus noch sehr jung war. Ganz nach den Worten Jesu, „teile was du hast mit den Armen“, setzte Nikolaus sein gesamtes Erbe für das Wohl von Armen, Kranken und Gebeutelten ein. Er opferte sein Leben um Gott zu dienen und wurde zum Bischof von Myra bestellt, als er noch sehr jung war. Bischof Nikolaus wurde durch seine Großzügigkeit gegenüber Bedürftigen und seiner Liebe für Kinder über das Land hinaus bekannt, er sorgte sich auch um die Seefahrer und die Schiffe auf See.

Eine Geschichte erzählt davon, dass ein armer Mann drei Töchter hatte. In diesem Tagen war es üblich, dass ein Mann, dem Bräutigam seiner Tochter etwas Wertvolles gab- eine Mitgift. Je größer die Mitgift war, desto besser waren die Chancen eines Mädchens einen guten Ehemann abzubekommen. Ohne eine Mitgift war ein Mädchen kaum zu verheiraten. Die Töchter dieses armen Mannes, ohne Mitgift, waren dafür prädisponiert um als Sklavinnen verkauft zu werden. Auf mysteriöse Weise erschienen an drei verschiedenen Stellen des Hauses drei Säcke voll Gold, die die Mitgift der Töchter gewährleistete. Man sagt, dass die Goldsäcke durchs Fenster geworfen wurden, und in den Schuhen der Töchter landeten, die zum Trocknen vor den Kamin gestellt waren. Dies führte zu dem Brauch, dass Kinder Schuhe oder Strümpfe aufhängen, in freudiger Erwartung das Sankt Nikolaus Geschenke hineinlegen wird. In manchen Fällen wird von goldenen Kugeln berichtet, statt von Goldsäcken. Deshalb wird St. Nikolaus auch mit drei Orangen symbolisiert, die die drei goldenen Kugeln repräsentieren. Und somit wurde St. Nikolaus zu einem Geschenkegeber.

Eine andere Geschichte berichtet, von drei Theologie-Studenten, die nach Athen reisten. Ein böser Wirt überfiel sie, raubte sie aus und ermordete sie, er versteckte in einem großen Gurkenfass. St. Nikolaus reiste auf derselben Route und hielt am gleichen Wirtshaus. In der Nacht träumte er von diesem Verbrechen, er stand auf und bestellte den Wirt. Als St. Nikolaus inständig zu Gott betete wurden die drei jungen Männer wieder lebendig. In Frankreich wird diese Geschichte mit drei kleinen Kindern erzählt, die während ihrem Spiel herumwanderten und verloren gingen, sie wurden von einem bösen Metzger gelockt und verschleppt. St. Nikolaus kam auf und bat Gott um Hilfe, die Kinder wurden wieder lebendig und gingen zurück zu ihren Familien. Und somit wurde St. Nikolaus zum Schutzpatron der Kinder.

In den Jahrhunderten wurde St. Nikolaus von Katholiken, Orthodoxen und Protestanten geehrt. Er gilt als Beispiel für Großzügigkeit gegenüber denen in Not, und insbesondere Kindern, St. Nikolaus ist ein Beispiel für unbedingte Barmherzigkeit.